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Entwöhnung von sportlich aktiven Hunden
Archivdokument IAMS COMPANY
Iams ist seit 1999 eine eingetragene Marke von The Procter & Gamble Company. Dieses Dokument ist ein Archivdokument, das in der Vergangenheit vom Unternehmen Iams Pet Food bzw. für die Produkte von Iams Pet Food verwendet wurde. Sämtliche enthaltenen Angaben im Kontext der Zeit oder Geographie der ursprünglichen Verwendung sind zu ersetzen, da sich die Umstände und die Produkte mittlerweile geändert haben können. Die Produkte und deren zugehörige Informationen gelten ausschließlich für die USA. Ohne Zustimmung von P&G ist die überlassung oder weitere Nutzung dieser Unterlagen nicht gestattet.
ENTWHNUNG VON WELPEN EINER ARBEITSLINIE
Russ L. Kelley, MS
Presented 2002
EINFÜHRUNG
Die Aufzucht von Ersatzwelpen ist ein wesentlicher Bestandteil aller Zuchtprogramme für sportlich aktive Hunde. Nach sorgfältig geplanten Paarungen können der Geburtsvorgang, die Versorgung der Neugeborenen und die Entwöhnung ein tolles Erfolgserlebnis sein: Die jungen Welpen entwickeln eine eigene Persönlichkeit und beginnen, eigenständig Nahrung zu sich zu nehmen.
Zum Glück für den Züchter ist die Entwöhnung ein natürlich einsetzender Prozess. Unabhängig davon, ob die Welpen von der Hündin oder vom Menschen aufgezogen werden, sind die Vorgänge ähnlich, wobei jedoch geringfügige Unterschiede im zeitlichen Ablauf auftreten. Der Entwöhnungsprozess kann einsetzen, sobald die Welpen drei Wochen alt sind, aufrecht stehen und laufen können. Der 3-Wochen-Zeitraum wird in der Regel jedoch nur bei handaufgezogenen Welpen oder bei Würfen, für die die Mutter nicht genügend Milch produzieren kann, umgesetzt.
Im Normalfall beginnt die Entwöhnung bei Würfen, die von der Hündin aufgezogen werden, etwa 4 Wochen nach der Geburt. Bis dahin sind die Welpen aktiver und haben einen höheren Kalorienbedarf, wodurch sie eher dazu geneigt sind, eine Alternative zur Milch der Mutter zu nutzen. Wenngleich der Prozess an sich nicht schwierig ist, gibt es dennoch einige Praktiken, die den Welpen, der Hündin und dem Züchter den Vorgang erleichtern.
DER ENTWÖHNUNGSPROZESS
Wie oben bereits erwähnt, ist die Entwöhnung ein natürlicher Vorgang, der mit oder ohne Eingreifen des Züchters einsetzt. Wilde, canide Hündinnen regen das Entwöhnverhalten an, indem sie nach einer erfolgreichen Jagd teilweise verdaute Nahrung wiederkäuen. Die meisten (nicht alle) der domestizierten Hündinnen scheinen jedoch diesen Instinkt verloren zu haben oder erachten es einfach nicht als notwendig, diese Stimulierung im modernen Pflegeumfeld bereitzustellen.
Züchter ahmen dieses Verhalten seit langem nach, indem sie den Welpen einen Brei füttern. Dieser Brei lässt sich durch Mischen eines Teils der Nahrung der Hündin (vorzugsweise ein Hochleistungs- oder Wachstumsprodukt) mit warmem Wasser zubereiten. Darüber hinaus gibt es speziell entwickelte Produkte für den Entwöhnungsprozess. Eines dieser Produkte, die Welpennahrung zur Entwöhnung von Eukanuba®, ist eine ausgewogene Nahrung mit hoher Kaloriendichte, die für einfaches Mischen mit warmem Wasser bereits zerkleinert ist.
Anfangs sollte der Brei halbflüssig sein (65-70 % Wasser), so dass die Welpen die Mischung auflecken können. Der Prozentsatz an festen Bestandteilen kann mit steigender Gewöhnung der Welpen an diese Prozedur erhöht werden. Hilfreich ist ferner, nach etwa einer Woche einige ganze Kroketten hinzuzufügen. So werden die Welpen leichter mit der Konsistenz des Futters vertraut, und die meisten Welpen nehmen im Alter von 6 bis 7 Wochen freiwillig trockene Kroketten zu sich.
UNTERSTÜTZUNG DES ENTWÖHNUNGSPROZESSES
Es gibt keine festen Regeln für die Unterstützung des Entwöhnungsprozesses. Bei manchen Würfen gelingt es problemlos, bei anderen treten diverse Herausforderungen auf. Es gibt einige Schritte, die in den meisten Fällen hilfreich sind. Entfernen Sie erstens die Hündin etwa eine Stunde vor Bereitstellung des Breis für die Welpen vom Aufenthaltsort der Welpen. Dadurch wird dafür gesorgt, dass die Welpen hungrig sind und die Mischung nicht von der Hündin gefressen wird. Kümmern Sie sich zweitens nicht zu sehr um das Chaos. Die ersten paar Tage werden die Welpen im Brei herumlaufen, sich darin wälzen, spielen und teilweise vielleicht sogar etwas davon fressen. Mit jedem Tag wird sich die Situation jedoch bessern. Nach Rückkehr der Hündin leckt sie die Welpen sauber, wie sie es bereits seit ihrer Geburt macht. Die Art des Behälters hat ebenfalls Einfluss auf den Umfang des "Chaos". Bei den meisten Welpen hat sich ein großes Muffinblech bewährt. Die Muffinvertiefungen verhindern ein leichtes Verschütten des Breis, und die Welpen können ihn leichter auflecken. Nutzen Sie schließlich die Aktivitäten der Welpen als Maßstab für die Entwicklung. Ändern Sie die Breimischung nicht vorschnell, wenn noch nicht alle Welpen den Ablauf gemeistert haben. Die im Folgenden aufgeführten Informationen dienen als hilfreiche Faustregel für die Entwöhnung.

ERNÄHRUNG DER MUTTER
Die Empfehlungen oben sind für die Welpen hilfreich, was passiert jedoch mit der Hündin? Es ist von großer Bedeutung, dass auch die Hündin während der Entwöhnung entsprechend betreut wird. Oben haben wir bereits einen wichtigen Punkt erwähnt: Die Hündin sollte etwa eine Stunde vor Bereitstellung der Breimischung für die Welpen entfernt werden. Die meisten Hündinnen begrüßen in der 4. Laktationswoche eine kurze Trennung von ihrem Wurf.
Etwa in der fünften Woche der Laktation sollte der Züchter auch damit beginnen, die Energiezufuhr der Hündin auf etwa 250 % der regulären Menge zu senken und die Zufuhr dann wöchentlich weiter zu senken, bis die Welpen vollständig entwöhnt sind. Ein empfehlenswertes Ziel sind 125 % der regulären Menge bis zur 8. Woche nach der Geburt. Diese Senkung unterstützt die Reduzierung der Milchproduktion der Hündin, wodurch die Welpen dazu angeregt werden, eine alternative Nährstoffquelle aufzusuchen, und die vollständige Einstellung der Milchproduktion nach der Entwöhnung gefördert wird.
Sobald der Züchter sich dazu entschlossen hat, den Wurf vollständig zu entwöhnen, sollte die Hündin mindestens 3 Tage von den Welpen getrennt werden.
Falls der Wurf aus einem bestimmten Grund plötzlich entwöhnt werden muss, wird empfohlen, die Nahrungszufuhr der Hündin in den ersten 24 Stunden stark zu reduzieren und sie dann in den folgenden 3 bis 4 Tagen langsam bis zur regulären Menge zu erhöhen. Dadurch wird die Milchproduktion stark reduziert und dafür gesorgt, dass hoffentlich keine Komplikationen mit den Milchdrüsen auftreten.
SCHLUSSFOLGERUNG
Da die Hündin weniger Zeit mit ihren Welpen verbringt, muss der Züchter mehr Zeit mit ihnen verbringen. In dieser Zeit werden Beziehungen aufgebaut und die Welpen mit der Welt der Menschen vertraut gemacht. Zusätzliche Fürsorge und Pflege während des Entwöhnungsprozesses und in den Wochen danach machen sich später bezahlt, wenn die Welpen zu mutigen, einfach zu trainierenden Hunden für die Jagd oder für Field-Trials heranreifen.